Verschwörungserzählungen gefährden die Demokratie

Das Wiesbadener Bündnis für Demokratie bietet am Mittwoch, 17. März, von 19 bis 21.30 Uhr ein Onlineseminar zum Umgang mit Verschwörungsmythen im öffentlichen Raum an. Das Seminar wird durch das Bündnismitglied „Spiegelbild - Politische Bildung“ veranstaltet. Anmeldungen bis zum 15. März an verena.delto@spiegelbild.de.

Das Seminar zeigt die Funktionen, Wirkungsweisen und Kennzeichen von Verschwörungs- mythen auf und vermittelt Strategien für den richtigen Umgang mit ihnen. 

„Um die Verbreitung von Verschwörungserzählungen zu begrenzen, braucht es vor allem Aufklärung“ so Nicole Nestler, eine der Sprecherinnen des Bündnisses. Zudem sei es wichtig, dass Menschen, die in ihrem persönlichen Umfeld Zustimmung zu Verschwörungserzählungen beobachten, diesen widersprechen könnten. 

Mit Sorge betrachten die Mitgliedsorganisationen des Wiesbadener Bündnisses für Demokratie die gesellschaftliche Verbreitung von Verschwörungserzählungen im Zuge der Corona-Pandemie. „In unsicheren Zeiten bieten Verschwörungserzählungen scheinbar einfache Er- klärungen und Orientierung“, so Verena Delto von „Spiegelbild - Politische Bildung aus Wiesbaden“. Darüber hinaus sei zu beobachten, dass sich Erzählungen, in denen die Pandemie und ihre Auswirkungen geleugnet werden oder als groß angelegter Plan kleiner elitärer Gruppen verklärt werde, immer wieder als demokratiegefährdend und vielfach auch antisemitisch erweisen. 

Zu beobachten sind verschwörungsideologische Tendenzen seit Monaten auf Kundgebungen sogenannter Corona-Leugner*innen. Im September soll im Rhein-Main-Congress-Center der verschobene „Go for Gold Wertekongress“ stattfinden. Hier würden ebenfalls Anhänger*innen und Verharmloser*innen von Verschwörungsmythen eine Bühne bekommen, so Bündnissprecher Sascha Schmidt. 

Bereits für den 13. März sind „Großdemonstrationem“ in Wiesbaden und Mainz geplant. Sascha Schmidt erklärt: „Ein Blick auf die Unterstützer*innenkreise und Redner*innen macht deutlich, dass es wieder die üblichen Protagonist*innen sind, die bereits unter der Flagge der ,Gelbwesten‘ versucht haben, soziale Verwerfungen mit rechter Demagogie zu beantworten.“ Die Auswahl der Redner*innen, ein ehemaliger AfD-Landtagsabgeordneter sowie ein Publizist, der bereits in Wiesbaden auf Einladung der AfD sprach, zeigten deutlich die politische Nähe der Organisator*innen zur „Alternative für Deutschland“ (AfD) und deren Positionen. 

Sorgen mache sich das Bündnis auch hinsichtlich der Gefahr eines Super-Spreader-Events im Zusammenhang mit der Großdemonstration. „So sehr das Recht auf Meinungs- und Ver- sammlungsfreiheit auch in Pandemiezeiten gewahrt werden muss, haben solche Versamm- lungen auch in Wiesbaden immer wieder gezeigt“, so Sascha Schmidt „dass viele Teilnehmer*innen sich nicht an die Auflagen zum Tragen von Mund-und-Nasen-Maske halten.“ 

Das Onlineseminar „Umgang mit Verschwörungsmythen im öffentlichen Raum“ ist am Mittwoch, 17. März, von 19 bis 21.30 Uhr. 

Anmeldung bis zum 15. März an verena.delto@spiegelbild.de.

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